Judo Erwachsenenausflug am 1. Okt. 2005
Bericht von Monika Etter-Seitz:
Start war fast pünktlich um 8.30 Uhr mit
dem Bus vom Chilbi-Parkplatz in Waldshut. Mit ca. 25 Teilnehmern
führte die Fahrt über den Schwarzwald (wo unglücklicherweise
kein WC-Stopp für Isolde möglich war) nach Freiburg und weiter
nach Rheinhausen. Beim Verlassen der Autobahn konnten wir dann
doch noch die langsam dringend benötigte Frühstücks- und
Pinkelpause machen.
Danach gings gleich weiter zum vereinbarten Treffpunkt am
Waldrand, wo der Start zu unserer Kahnfahrt im Naturschutzgebiet
Taubergiessen sein sollte. Dort wurden wir auch schon von Herrn
Kossmann erwartet, der die Kahnfahrt leiten würde.
Nach wochenlangem, wunderbarem Spätsommerwetter war für dieses
Wochenende Regen angesagt. Welcher auch pünktlich einsetzte, als
wir aus dem Bus ausgestiegen waren.
Mit der Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht so schlimm werden
würde, wurden wir dann in drei einfache, offene Fischerkähne
verfrachtet. Den Schirm hatten wir ja alle dabei.

Die Kähne legten ab und wir schipperten in gemächlichem Tempo
mit der Strömung den Altrhreinarm hinunter. Irgendwie hatte man
das Gefühl, dass man sich nicht allzu stark bewegen sollte,
damit man im Boot blieb ...
Unsere Bootsführer erzählten allerhand Wissenswertes über die
Geschichte und die Natur des Taubergiessen, während sie uns mit
langen Stangen durchs Gewässer steuerten. Ab und zu kamen wir an
ein paar Schwänen vorbei, die vom Tourismus leben und kein Boot
durchlassen, ohne dass etwas für sie abfällt. Die Bootsführer
sind gottseidank immer entsprechend ausgerüstet.
Der leichte Regen hatte sich mittlerweile aber leider zu heftigem
Regen gesteigert.
Die Boote füllten sich langsam auch schon mit Wasser und vor
lauter Regenschirmen sah man nur die Hälfte der beeindruckenden
Natur.
Richtig spannend wurde es dann noch kurz, als man unter einer
Brücke durch in geradezu wildes Fahrwasser geriet und sich so
ein Stromschnellengefühl einstellte.
Und richtig lustig wurde es (für die anderen), als Joschi und
Kurt von ihrer Bank in das nun schon gut mit Wasser gefüllte
Boot fielen. Wir waren wirklich schon fast überall nass, aber
die beiden waren nun auch noch dort nass, wo es so richtig
unangenehm ist.
Anbetracht der zunehmenden Feuchtigkeit und des sich
einstellenden Kältegefühls beendeten wir die Kahnfahrt dann
vorzeitig, weil wir ja auch wieder zurücklaufen mussten.
Nach einem etwas sehr matschigen Weg über einen neu
aufgeschütteten Hochwasserdamm erreichten wir unsere
Vesper-Hütte, wo Familie Kossmann uns mit heissem Fleischkäse
und Fasswein nach Kräften wieder versuchte aufzuwärmen.

Für den den Nachmittag war eigentlich noch eine Wanderung im
Kaiserstuhl vorgesehen. Aber da alle schon genug nass waren,
hatte niemand mehr Lust auf eine weitere Steigerung dieses
Gefühls, sodass wir diesen Programmpunkt ins Regenwasser fallen
liessen.
Stattdessen kutschierte uns der Busfahrer nach Breisach am Rhein,
wo jeder machen konnte, was er wollte. Da es immer noch in
Strömen goss und die Geschäfte hier am Samstagnachmittag schon
geschlossen hatten, ging es auf schnellstem Weg ins nächste
Café, um ins Trockene zu kommen. Ausser man wollte sich noch
etwas Kultur und Regen auf dem Münsterberg reinziehen. Solche
solls auch gegeben haben.
Das Café verfügte auf der Toilette über einen Lufttrockner
für die Hände, wo man dann namentlich nicht genannte Personen
in aufreizenden Posen antreffen konnte: sie wollten angeblich
ihre Hosen von hinten trocknen.
Nach einer angemessenen Erholungsphase in der Breisacher
Gastronomieszene und nachdem auch der Busfahrer aus dieser
glücklicherweise wieder aufgetaucht war, verlagerten wir uns in
die Endinger Gastronomieszene. Etwas Abwechslung muss sein.
In der Straussenwirtschaft in Endingen konnte man sich dann durch
die örtlichen Spezialitäten essen und die Weine des
zugehörigen Weinguts probieren.
Inzwischen waren die meisten aussenherum auch wieder trocken.
Am nicht allzuspäten Abend machte man sich dann auf die
Heimfahrt. Diesmal nicht über den Schwarzwald, sondern über die
Autobahn, weil damit zu rechnen war, dass jetzt ausser Isolde
auch noch andere mal zwischendurch mussten, und die WC-Dichte
hier grösser ist.
Da bei der Rückkehr in Waldshut der Abend ja noch kaum
angebrochen und es seit der letzen Einkehr auch schon wieder ein
Weilchen her war, konnte man sich zum Glück noch ins Waldshuter
Schützenhaus zum Abschlusshock begeben.