1977


19.1.1977

Internationale Judomeisterschaften:

Erfolg für Dieter Funk

Tiengener wurde Dritter

Mit einem hervorragenden 3. Platz kehrte am Wochenende Dieter Funk vom Judoclub Tiengen von den Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften (nicht zu verwechseln mit den offiziellen und nationalen Deutschen Meisterschaften) zurück, die in Münster/Westfalen stattfanden. Dieter Funk kämpfte in der Klasse bis 75 kg der Jahrgänge 1960-63. Die beiden vorderen Ränge mußte er einem Mitglied der Nationalmannschaft und einem Mitglied des Nationalkaders überlassen.

Mit in Münster war aus Tiengen auch Bernd Schäfer, der auch an den Meisterschaften teilnahm, aber vorher ausscheiden mußte. An diesen Meisterschaften kann jeder teilnehmen, wenn er die Anfahrtskosten auf sich nehmen will oder kann. Die beiden Tiengener Judokas waren mit dem Landeskader nach Münster gefahren, für den diese Meisterschaften als Vorbereitung auf die kommende Saison zählten. - Wie bereits gestern im Sportteil berichtet, konnten Tiengener Senioren-Judokas bei den Kreiseinzelmeisterschaften in Rheinfelden zwei erste, einen zweiten und einen dritten Platz erringen.


20.1.1977

Mit sechzehn an der Spitze:

Dieter Funk - Talent und Glück ?

Zehn Stunden Judotraining pro Woche - Erfolg ohne Zwang

Mit seinen sechzehn Jahren ist Dieter Funk eigentlich schon eine bekannte Größe im baden-württernbgischen, ja sogar bundesdeutschen Judosport, obwohl man, um seinen Vater zu zitieren, einem Jungen diesen Alters in der Offentlichkeit nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken sollte. Schließlich hat, wie Dieter Funk im Gespräch mit der "Badischen Zeitung" selbst sagte, die Schule Vorrang vor dem Judo.

Der jüngste Erfolg von Dieter Funk ist zugleich auch sein größter und schönsten. Vor wenigen Tagen, am Samstag genau genommen, gewann der Schüler von Trainer Josef Behriniger bei den internationalen deutschen Judo-Meisterschaften der Jugend in Münster in Westfalen die bronzene Medaille hinter den Judokas aus dem Nationalkader der Bundesrepublik. Gewiß, Dieter Funk weiß, daß dieser dritte Platz nicht unbedingt etwas über die Qualität der Kämpfe und der Kämpfer aussagt. Bei Meisterschaften dieser Art, insgesamt waren 450 Judoka am Start, gehört eine gehörige Portion Kraft und Ausdauer dazu, um über die Runden zu kommen. Alle vier Minuten ein Kampf - das strengt gewaltig an, dazwischen immer wieder die Atemübungen, um Konzentration und Reaktion nicht erlahmen zu lassen, Bei einem Turnier dieser Größenordnung - in der Gruppe von Dieter Funk waren 35 Kämpfer -- hängt viel von der Ausdauer des einzelnen ab, Dieter Funk charakterisiert es am besten: "Man steckt mitten drin, ob man zusammenbricht oder nicht". Was uns am meisten während des Interviews überraschte, war die Tatsache, daß Dieter Funk die Teilnahme an den internationalen deutschen Meisterschaften nicht so hoch einschätzte wie die deutschen Meisterschaften. Außer Dieter Funk war in Münster auch noch sein Clubkamerad Bernd Schäfer, die per Zug nach Karlsruhe gefahren waren und sich dann dem baden-württenbergischen Landeskader anschlossen.

Zehn Stunden Training

Mit zehn Jahren kam Dieter Funk zum ersten Mal mit dem Judoclub in Kontakt, er wurde Mitglied im Judo-Club Tiengen. Für viele der Jungen und Mädchen, die in diesem Alter dem damals noch neuen Sport huldigten, ging recht bald wieder die Freizeit - tun und lassen können, was man will - dem regelmäßigen Training vor. Vielleicht wäre es bei Dieter Funk bald auch so gewesen, wenn sein jüngerer Bruder Gerhard, er ist heute dreizehn Jahre alt, nicht ebenfalls Gefallen am Judosport gefunden hätte. Also gingen beide ins Training, und als dann 1971 Josef Behringer das Training im Club übernahm und mit viel Idealismus sich für die Nachwuchsleute einsetzte, gefiel Dieter und Gerhard Funk das Training doppelt so gut. Die Erfolge, nicht nur der Schüler oder Jugend, sondern auch der Senioren sind Beweise für die gute Trainingsarbeit beim JC Tiengen. Zehn Stunden Training in der Woche, so oft trainiert Dieter Funk, sind kein Pappenstil, wer es durchhält, bleibt dem Judosport auch wirklich treu und betrachtet ihn nicht als Zeit- und als Modeerscheinung. Die technischen Raffinessen bei den Würfen kann man laut Dieter Funk bei "Joschi" Behringer lernen, alles andere - Kraft, Kondition, Willen - sind persönliche Sache des Einzelnen. Denn bei drei Trainern im Club und 100 Judokas ist ein Sondertraining beim besten Willen nicht drin. Keiner der Schützlinge von Josef Behringer - und seien sie Meister ihrer Klasse - fühlt sich als Star, denn dies kann man sich innerhalb eines Vereins nicht leisten. Regelmäßiger Trainingsbesuch und persönliches Engagement sind entscheidend.

Dieter Funk wurde am Samstag Dritter der deutschen Jugendmeisterschaft im Judo in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm, in der weitere 70 Judoka um den Titel antraten.


29.1.1977

Landes Einzelmeisterschaften der Senioren

Judokas qualifiziert

Erfolge bei Einzelmeisterschaften

Theodoritis Perikles vom Judoclub Tiengen konnte sich am Wochenende bei den Landes-Einzelmeisterschaften der Senioren mit einem dritten Platz für die Süddeutschen Meisterschaften am 26. Februar qualifizieren.


1977

Vereinsmeisterschaft

Den vielen Zuschauern wurde Judo nähergebracht

Vereinsmeisterschaften

Hervorragende Beispiele waffenloser Selbstverteidigung wurden bei den Vereinsmeisterschaften des Judoclubs Tiengen den vielen hundert Zuschauern in der Stadt halle gezeigt. Wie bereits berichtet, hatte der Veranstalter es verstanden, die Meisterschaften zu einer Judodemonstration werden zu lassen, bei der die Laien unter den Zuschauern auch auf ihre Kosten kamen. Der große Besucherstrom zeigte deutlich, daß auch Judo ein Sport ist, der ständig neue Interessenten und neue Anhänger findet. Unsere Aufnahme entstand während der Vorkämpfe, rechts im Bild Mattenrichter Müller.


1977

Tiengener Jutdoka an der Spitze

Der Judo-Club Tiengen stellte am Wochenende bei den ersten Hochrhein-Meisterschaften der A-Jugend (14 bis 18 Jahre) die erfolgreichste Mannschaft. Wie im Heimatsportteil berichtet, wurden die Tiengener Judoka in fünf von sieben Gewichtsklassen HochrheinMeister. Am Start in Rheinfelden waren (Bild) Dietmar Ebner, Thomas Selb, Markus Brunner, Bernd Schäfer, Gerhard und Dieter Funk, Frank Scheelen, Dirk Menden, Winfried Flum, Klaus Sutter, Josef Kreider, Wieland Engler und Hardy Frederich.


7.3.1977

Landesmeiststerschaft der Schüler

Gerhard Funk ist Landesmeister

Die Erfolgsserie der Judoka-Junioren aus Tiengen reißt nicht ab. Am Sonntag konnte Gerhard Funk den Titel eines baden-württembergischen Schülermeisters erringen. Die Landesmeisterschaften der Schüler fanden in Überlingen in der Burgberghalle statt. In der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm setzte sich der Tiengener Gerhard Funk souverän auf den ersten Platz. Er hatte fünf Kämpfe zu bestreiten und konnte alle vorzeitig beenden. Hiermit ist Gerhard Funk für die Süddeutschen Meisterschaften qualifiziert, die in vierzehn Tagen in München ausgetragen werden.


20.3.1977

Süddeutsche Schüler EM in Pullach

Ein dritter Platz

Dritter der Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Judokas für Schüler wurde am Sonntag in Pullach bei München der Tiengener Achim Schäfer in der Klasse bis 33 Kilogramm. Er brachte damit für den Judoclub Tiengen von drei Kämpfern unter insgesamt 120 Teilnehmern den größten Erfolg mit nach Hause. Hoffnungen auf mindestens einen der beiden ersten Plätze durch Gerhard Funk, den baden-württembergischen Meister, mußten sich zerschlagen. Er konnte wegen einer Grippe mit 40 Grad Fieber nicht antreten.


8.5.1977

Süddeutsche Meisterschaft der Jugend

Zwei Jugendliche qualifiziert

Mit fünf Teilnehmern ging der Judoclub Tiengen zu den Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Judo-Jugend nach Markdorf. Unter 120 Teilnehmern erreichten Dieter Funk, in der Klasse bis 80 Kilogramm, und Bernd Schäfer von der Abteilung Wutöschingen, in der Klasse bis 50 Kilogramm, jeweils einen dritten Platz und qualifizierten sich damit für die Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften am 4. Juni in Homburg/Saar. Dietmar Ebner erreichte einen fünften Platz. Für Gerhard Funk und Thomas Selb war schon die Qualifikation zu diesen Meisterschaften ein Erfolg, wurden sie doch erst in diesem Jahr in die Jugend aufgenommen und werden noch vier Jahre Zeit haben, sich In dieser Klasse bewähren zu können.


4.6.1977

Deutsche Meisterschaft der Jugend

Judo: Zwei Achte der Deutschen Meisterschaften

So groß schon die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften zu werten ist, so gelang es den Jugendlichen Dieter Funk und Bernd Schäfer vom Judoclub Tiengen auch noch, am Wochenende in Homburg/Saar achtbare Mittelplätze zu erringen. Beide hatten sich zu diesen Einzelmeistersehaften qualifiziert, bei denen dann allerdings das starke Feld der norddeutschen Teilnehmer dominierte. Dieter Funk in der Klasse bis 80 Kilogramm und Bernd Schäfer in der Klasse bis 57 Kilogramm belegten jeweils in einem Teilnehmerfeld von 16 Judokas den achten Platz. Sie konnten beide einen Kampf gewinnen.


Hauptversammlung

Siegfried Sutter (rechts), Vorsitzender des Judo-Clubs Tiengen, zeichnete Dietmar Ebner, Gerhard und Dieter Funk als die besten Sportler des Jahres 1977 mit Medaillen aus.