1991
4. Mai 1991
Judo-Club hat Grund zur Freude
Tiengener Judo-Club feiert heute sein 25-jähriges Bestehen - Auf knapp 300 Mitglieder angewachsen
Mit Fanfarenklängen wird die Jubiläumsfeier eröffnet werden, zu der Tiengens Judoclub am heutigen Samstag einlädt. Und man wird Rückschau halten auf eine äußerst erfolgreiche Vereinsgeschichte mit vielen sportfichen Höhepunkten, deren Erfolgsmeldungen in den vergangenen Jahren nur so durch den Blätterwald rauschten. Man kann stolz sein und entsprechend freudig wird auch Geburtstag gefeiert.
Die Anfänge setzte Hermann Antoni. Er war es, der am 3. März 1966 rund 25 am Judosport Interessierte im Europa-Hotel zusammenführte und sogleich an die Vereinsgründung ging: Am 5. Mai erfolgte bereits die Eintragung in das Vereinsregister. Hermann Antoni und vor allem sein Nachfolger Siegfried Sutter brachten Tiengens Verein in Schwung. Dabei waren die Vereinsanfänge alles andere als leicht. Man hatte weder Trainingsräume noch Matten zur Verfügung, ging einfach ins Freie. Waldläufe im Bürgerwald verhalfen zur Kondition, die Wiese nahe der Wutach diente als Dojo für das Techniktraining.
Der Sommer brachte Neuerungen: Die Stadt stellte dem Club den
Gymnastikraum der Hebelschule zur Verfügung, eine fünf auf fünf
Meter große Judomatte war stolze Errungenschaft. Die Freude an
dem Raum dauerte allerdinis nicht lange an. Er mußte mit einem
Klassenzimmer in der Hans-Thoma-Schule getauscht werden.
Schulterwürfe, man kann es sich denken, waren entsprechend
schwieriger geworden. Noch heute sollen Fußabdrücke die Decke
des Klassenzimmers zieren.
Die Stadthalle entschädigte später für die Zeit der beengten
Trainingsmöglichkeit. Heute kommt der JudoClub in Tiengens
Sporthalle zusammen, wo alle Voraussetzungen zu einer
erfolgreichen Vereinsarbeit gegeben sind.
Die Freude am Judo-Sport vereint. Heute zählt der Verein knapp 300 Mitglieder. Die Jugendarbeit wird groß geschrieben, Talente werden gefördert. Die Trainer gehen in ihrer Aufgabe voll auf. So und nicht anders sind auch die sportlichen Erfolge zu erklären, die auf Kreis-, Landes- und Bundesebene, erzielt werden. Freizeit- wie Wettkampfsport vereinen sich im Judoclub auf wunderbare Weise. Die Judokas, vom Kind bis zum Erwachsenen, fühlen sich in der Vereinsgemeinschaft aufgehoben, die über den sportl ichen Bereich hinaus auch die Geselligkeit zu pflegen weiß. So sind seit Jahren die Zeltlager selbstverständlich, die Nikolausfeiern werden stets in besonders liebevoller Weise begangen. Wandertage stehen alljährlich auf dem Programm, beim Erntedankfest in Tiengen ist man mit einem Stand vertreten. Und außerdem zeigt man sich umweltbewußt durch Altpapiersammlungen, die darüberhinaus den angenehmen Effekt haben, daß etwas Geld in die Vereinskasse kommt.
Herbert Bannwarth ist seit dem vergangenen Jahr Vorsitzender des JC Tiengen, der fünfte Vorsitzende seit Vereinsgründung. Hermann Antoni war 19618 von Siegfried Sutter abgelöst worden. 1980 gab Sutter das Amt an Manfred Funk ab. 1986 übernahm Alfred Graf die Vereinsführung, die 1990 schließlich an Herbert Bannwarth überging. Ihm wird es eine Freude sein, die Gäste zum Jubiläum zu begrüßen. Die Festrede hält Wolfgang Hörr, Vorsitzender des Sportausschusses Tiengen. Und für die Musik sorgt der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Tiengen.
![]() |
Neuestes Glied in der Erfolgskette Tiengener Judokas:
Süddeutsche Vizemeisterin wurde Maike Eitschberger. Die 18jährige nahm mit Erfolg an den Meisterschaften in Kirchheim-Teck teil und qualifizierte sich mit einem hervorragenden zweiten Platz für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften am11. Mai in Schwetzingen. |
17.05.1991
Wutöschingen wurde Meister
Nach Vize-Meisterschaft 1990: Bezirksliga-Meister 1991
Die Judoka des Judo-Zentrum Wutöschingen konnten am Wochenende jubeln: Nach der Vize-Meisterschaft im Vorjahr, gelang den Wutachtälern in diesem Jahr der Sprung an die Spitze. Am letzten Kampftag der Judo-Bezirksliga sicherten sich die Männer um Trainer Rolf Schlatter die Meisterschaft. Damit nimmt das JZ Wutöschingen - wie im letzten Jahr - an der Aufstiegsrunde zur Landesliga teil.
Vor dem Titelgewinn waren jedoch noch zwei harte Brocken aus
dem Weg zu räumen. Zunächst stand der Vergleich mit dem JC
Ottoschwanden auf dem Programm. Klar mit 5:2 behielten die Wutöschinger,
verstärkt durch Kämpfer aus Tiengen und Stühlingen, die
Oberhand. Der zweite Gegner, TuS Kehl, war vor den Kämpfen gegen
das JZ Wutöschingen favorisiert worden. Auch diese Begegnung
entschieden die Schützlinge von Rolf Schlatter mit 5:2 für sich.
In der Qualifikationsrunde zur Landesliga treffen die Wutöschinger
nun auf die beiden ersten aus der Bezirksliga Nord.
Die Chancen für den Aufstieg stehen für das JZ Wutöschingen
nicht schlecht, können doch wieder alle Gewichtsklassen besetzt
werden.
Für Wutöschingen kämpften: Holger Probst, Urs Granacher, Mirko Würth, Oliver Ebi, Marko Held, Rudi Stoll, Uwe Funk, Jochen Munz, Hanno Herrn und Patrick Raupp.
JZ Wutöschingen hat es geschafft
Die Herrenmannschaft des Judo-Zentrum Wutöschingen hat den Aufstieg in die Judo-Verbandsliga geschafft. Bei der Qualifikation in Steinbach setzten sich die Wutachtäler gegen starke Konkurrenz aus Rastatt, Karlsruhe und Kehl durch. Schon im Vorjahr hatte Wutöschingen an der Aufstiegsrunde teilgenommen, war aber gescheitert.
Gut motiviert war das mit Kämpfern aus Tiengen und Stühlingen verstärkte Team nach Steinbach angereist. Trainer Rolf Schlatter und Mirko Würth, der schon Erfahrung in der Landesliga sammeln konnte, hatten das Team gut eingestellt. Würth, Held und Granacher gewannen ihre beiden Kämpfe, hatten so entscheidenden Anteil am Aufstieg. Nach dem glatten 5:2-Erfolg gegen Karlsruhe, lag die Mannschaft um Rolf Schlatter gegen Rastatt schon mit 1:3 im Rückstand, ehe Hanno Herrn, Jean Marko Held und Mirko Würth den Spieß noch umdrehen konnten.
Für das JZ Wutöschingen kämpften: Holger Probst, Urs Granacher, Uwe Funk, Patrick Raupp (alle JC Waldshut-Tiengen), Mirko Würth (JC Stühlingen), Oliver Ebi, Hanno Herrn, Jochen Munz, Jan Marco Held (alle JZ Wutöschingen).

DEN AUFSTIEG in die Judo-Verbandsliga schaffte das JZ Wutöschingen
am Wochenende in Baden-Baden/Steinbach. Hintere Reihe von links:
Trainer Rolf Schlatter, Uwe Funk, Jan Marco Held, Mirko Würth,
Jochen Munz. Vordere Reihe von links: Urs Granacher, Hanno Herm,
Oliver Ebi, Holger Probst, Patrick Raupp.