1995


März 1995

Vereine nicht nur für Kinderbetreuung gut

Hauptversammlung des Judo-Clubs.registriert Mitglieder-Rückgang - Bewährter Ausrichter von großen Wettkämpfen

Rückläufige Mitgliederzahlen machen dem Judo-Club Tiengen langsam Sorgen. Vom 1. Januar bis 31. Dezember letztes Jahr hat die Zahl der Mitglieder von 285 auf 256 abgenommen. Vorsitzender Dietmar Ebner machte in der Hauptversammlungverschiedene Gründe aus: Daß der Club in den Anfängerkursen Altersbegrenzungen einführte, um dafür Qualität statt Masse zu erreichen, generell aber ein verändertes Freizeitverhalten und die Konkurrenz der Sportvereine um den Nachwuchs.

Dies bestätigte ihm der Sportausschußvorsitzende Wolfgang Hörr: Viele Jugendliche wüßten gar nicht, welcher Sport für sie der richtige ist, und haben auch keine Geduld, wenn sich nicht gleich Erfolge einstellen. Es dürfe aber auch nicht sein, daß die Vereine für die Kinderbetreuung gut sind, während sich die Erwachsenen eine individuelle Freizeitbetreuung gönnen.

Bekannt für seine gute Jugendarbeit, so Hörr, ist der Judo-Club Tiengen. Das bestätigte auch der Bericht des Sportwarts Joschi Behringer:
Manchmal reichen im Kindertraining die Matten nicht. Bei den Erwachsenen will man dem Trend folgend die Selbstverteidigung stärker in das Training einbauen.

Bekannt ist der Judo-Club auch als erfolgeicher Ausrichter von Meisterschalten. Drei, davon zwei Badische, fanden letztes Jahr in Tiengen statt, und vom Badischen Judoverband gab es ein Extra-Lob für die Arbeit der Tiengener. Dieses Jahr werden die Kreismeisterschaften der C-Jugend (im Mai) und die Bezirksmeisterschaften der D-Jugend (im Juni) in Tiengen ausgetragen.

Eine ganze Liste von erfolgreichen Judokas galt es an der Hauptversammlung zu ehren (ganz praktisch, mit einem Gutschein für ein Pizza-Essen): Nora Klahm, Dorothee Straub, Franziska Geng, Laura Städele, Toska Wagner, Florian Werner, Mark Kuhner, Michael Faß, Daniel Kappler, Patrick Preiser, Patrick Kuhner, Alexander Weißbach, Moritz Werner, Daniela Städele, Isabell Werner, Patricia Nabitz (1993 und 94 erfolgreichste Kämpferin des Clubs), Lorenz Behringer, Michael Seiz, Sebastian Heil, Clemens Geng, Raphael Straub, Tino Brand, Jakob Garvelmann, Jens Noth, Melanie Waldrich, Lena Geng, Markus Wielandt, Martin Rohrbach (der Sechster bei den Süddeutschen Meisterschaften wurde), Simon Behringer, Sascha Brand, Valeska Vogelbacher, Anja Behringer, Uwe Funk und Holger Probst

Anerkennung auch für die Trainer: Joschi Behringer, Uwe Funk, Werner Polzer (der den Übungsleiter-Lehrgang absolvierte), Carolin Salfner, Anja Behringer, Dietmar Ebner sowie Claudia und Eva Schnitzer, die sich an dem Wochenende wieder auf Lehrgang befanden.


Langjährige Mitglieder wurden in der Hauptversammlung des Judo-Clubs Tiengen geehrt: Von links Karl-Heinz Schäfer, Dieter Funk (25 Jahre), Isolde Blatter, Dagmar Göpfrich, Sabine Wieland und Gerhard Funk (25 Jahre).