Vorurteile (?) gegen die
Sportart Judo
"Für Judo bin ich nicht sportlich genug"
Judo ist in erster Linie ein Breitensport. Man muß dafür
nicht sportlicher sein als zum Beispiel für Schwimmen, Radfahren
oder Jogging. In den Anfängergruppen werden Kondition und
Beweglichkeit nicht vorausgesetzt, sondern nach und nach
aufgebaut. Niemand wird überfordert, denn Judo soll vor allem
Spaß machen.
"Judo ist eine harte Sportart"
Judo-Neulinge werden zunächst kontinuierlich in die hohe
Kunst der Fallschule eingeführt, die auch außerhalb der
Judomatte gut zu gebrauchen ist. Erst wer fallen kann ohne sich
weh zu tun lernt die ersten leichten Würfe.
"Für Judo bin ich nicht kräftig genug"
Judo bedeutet ,,Der sanfte Weg." Nicht Kraft ist das
Grundprinzip, sondern Technik. Die Kraft des Gegners wird
geschickt ausgenutzt, sein Gleichgewicht wird gebrochen und die
eigene Kraft wird auf den schwächsten Punkt des Gegners
konzentriert. Deshalb kann man mit Judo auch einen größeren und
stärkeren Gegner bezwingen: Siegen durch Nachgeben.
"Judo ist für Kinder ungeeignet"
Judo ist im Gegenteil ein idealer Sport für Kinder und
Jugendliche. Unter der Obhut von qualifizierten Trainern können
sie sich spielerisch austoben. Ganz nebenbei erzieht Judo sie zu
sportlichem Verhalten und Kameradschaftlichkeit, stärkt ihr
Selbstbewußtsein und hilft ihnen, sich im täglichen Leben zu
behaupten.
"Judo ist eine gefährliche Sportart"
Statistiken belegen, daß die Verletzungsgefahr beim Judo sehr
gering ist, viel geringer als zum Beispiel bei Ballsportarten
Beim Judo-Breitensport sind größere Verletzungen sogar äußerst
selten.
"Für Judo bin ich schon zu alt"
Auch wenn man sich nicht mehr jung genug fühlt, um an großen
Wettkämpfen teilzunehmen - um Judo zu erlernen, ist man nie zu
alt. Als Breitensport bietet Judo selbst Senioren die Möglichkeit,
sich körperlich fit zu halten.
"Judo macht aggressiv"
Das genaue Gegenteil ist der Fall. Von fernöstlicher Mentalität
geprägt, zwingt Judo die Sportler zu Fairneß und
Selbstdisziplin. Das ethische Prinzip des Judo ist gegenseitiges
Helfen und Verstehen. Es geht nicht darum, einen Gegner zu
bezwingen, sondern das Ziel ist ein Kräftemessen mit dem Partner.